5. MSG seit 2005



Das 5. Minensuchgeschwader (5. MSG) wurde am 1. Oktober 1958 in Neustadt in Holstein aufgestellt. Es wurde von Beginn an mit zehn neu gebauten Schnellen Minensuchbooten (SM-Booten) der Schütze-Klasse (Kl. 340/341 - alle Boote des 5. MSG Klasse 341) ausgerüstet. Am 1. Apr. 1959 lief SM-Boot Schütze als erstes Boot dem Geschwader zu. Am 8. Juni 1963 i.D. wurde Tender Mosel (Klasse 402) für das 5. MSG in Dienst gestellt. Nach Fertigstellung des neuen Stützpunkts verlegte das Geschwader am 28. Nov. 1967 nach Olpenitz, wo es bis 2006 verblieb.
Der Bootsbestand veränderte sich im Laufe der Jahre. So wurden wie beim 1. und 3. MSG einige der Boote vorzeitig außer Dienst gestellt. Zeitweilig unterstanden Geschwader je zwei Boote der Vegesack- und der Frauenlob-Klasse. Später wurde der Bestand wieder bereinigt, so dass dem 5. MSG über lange Zeit zehn SM-Boote und ein Tender angehörten.
1987 begann der Generationswechsel von den Booten der Schütze-Klasse zu den neuen, zeitweise auch als Minenkampfboote bezeichneten Booten der Hameln-Klasse (SM-Boote Klasse 343), deren Typschiff am 29. Juni 1988 in Dienst gestellt wurde. Neun weitere Boote folgten. Diese Boote sollten vor allem zum Minenlegen in der Ostsee eingesetzt werden. Zum Schutz gegen Luftbedrohung verfügten sie über zwei über ein Feuerleitradar geleitete 40mm-Geschütze und über das Link 11-Datenlink-System PALIS. Sie verfügten damit über eine für Minenabwehrfahrzeuge starke Ausrüstung zum Eigenschutz. Tender Mosel wurde 1990 außer Dienst gestellt und 1993 durch einen Neubau gleichen Namens (Klasse 404) ersetzt.
Ab 1999 wurden die zehn Boote der Klasse 343 umgebaut. Fünf der Boote verblieben als Hohlstablenkboote Klasse 352 (HL-Boote) beim Geschwader, während die übrigen Boote nach Umbau zum MJ-Boot Klasse 333 dem 3. MSG unterstellt wurden.[7] Dafür erhielt das 5. MSG fünf BM-Boote Klasse 394. Nach der Außerdienststellung der BM-Boote erhielt das 5. MSG drei MiJBoote 332 aus dem Bestand des aufgelösten 1. MSG (MiJBoote 332 Bad Bevensen, Grömitz, Datteln) und ein MiJBoot 332 aus dem 3. MSG (MiJBoot 332 Bad Rappenau). Diese vier Boote dienen hauptsächlich der Unterstützung der Marineschutzkräfte und bilden zusammen mit den fünf HL-Booten und Tender Mosel den Bestand, mit dem das 5. MSG 2006 in die Einsatzflottille 1 überführt wurde.


Patenstädte des 5. MSG



Kommandeure des 5. Minensuchgeschwaders

FKpt Oswald Duch 10.1958 - 04.1961
FKpt Armin Zimmermann 04.1961 - 06.1962
FKpt Jürgen Seelemann 07.1962 - 09.1964
KKpt Eberhard Schmezer 10.1964 - 09.1967
FKpt Günter Zirkmann 10.1967 - 09.1969
FKpt Eberhard Papf 10.1969 - 11.1971
KKpt Hartwig Sellschopp 11.1971 - 09.1974
FKpt Wolfgang Brost 10.1974 - 02.1977
FKpt Konrad Bürger 02.1977 - 04.1980
FKpt Kuno Lüth 04.1980 - 03.1983
FKpt Reinhard Blödorn 04.1983 - 09.1985
FKpt Dieter Leder 10.1985 - 09.1987
FKpt Wolfgang Nolting 09.1987 - 01.1991
FKpt Hans-Joachim Stricker 01.1991 - 07.1993
FKpt Jörg Besch 07.1993 - 09.1995
FKpt Jürgen Herling 09.1995 - 1997
FKpt H.-G Buss 1997 - 1999
folgt  
FKpt Frank Rhode - 2008
FKpt Christian Bock 2008 - 2010
FKpt Felix Hornung seit 2010

Segeberger Zeitung vom 25.06.2006



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